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Handchirurgie

Ihre Hand in besten Händen, vom Karpaltunnel bis zum Fingerbruch.

Im Chirurgischen Zentrum am Mainzerhofplatz behandeln wir Erkrankungen und Verletzungen der Hand – von Nervenengpässen über Arthrose und Sehnenleiden bis hin zu Brüchen und angeborenen Fehlbildungen. Dr. med. Nicky Schettler ist mit dem DGH-Expertenzertifikat der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie ausgezeichnet und versorgt Sie mit modernen, schonenden Verfahren – konservativ oder operativ, immer mit klarer Nachsorge.

Ihre Hand in besten Händen, vom Karpaltunnel bis zum Fingerbruch.
Behandlungsspektrum

Erkrankungen und Verletzungen der Hand

Die Hand ist unser wichtigstes Werkzeug im Alltag. Wir behandeln das gesamte Spektrum der Handchirurgie – von akuten Verletzungen über chronische Gelenk- und Sehnenschmerzen bis hin zu Verschleißerscheinungen und angeborenen Fehlbildungen. Jede Behandlung beginnt mit einer gründlichen fachärztlichen Einordnung Ihrer Beschwerden und einem persönlichen Gespräch über den passenden Behandlungsweg. Damit Sie sich gut informiert fühlen, erklären wir die medizinischen Begriffe verständlich.

Nerveneinengungen

Karpaltunnelsyndrom

Beim Karpaltunnelsyndrom ist der Mittelarmnerv im Handgelenk eingeengt. Typisch sind nächtliches Einschlafen, Kribbeln und Taubheitsgefühle in Daumen, Zeige- und Mittelfinger; im fortgeschrittenen Stadium droht ein Kraftverlust. Zunächst helfen Schienen und konservative Maßnahmen – hält der Druck auf den Nerv an, wird er operativ entlastet.

  • Operation nötig: Nur bei anhaltenden Beschwerden oder drohenden Nervenschäden.

  • Ambulant: Ja, Sie verlassen die Praxis am selben Tag.

  • Erholung: Kribbeln verschwindet meist rasch, Kraft kehrt über Wochen zurück.

Kubitaltunnelsyndrom

Beim Kubitaltunnelsyndrom ist der Ellennerv am Ellenbogen eingeengt. Betroffene spüren Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Ring- und Kleinfinger, später eine verminderte Greifkraft und schwache Handmuskulatur. Zunächst wird konservativ behandelt; bei anhaltenden Beschwerden wird der Nerv operativ entlastet.

  • Operation nötig: Nur bei anhaltenden Beschwerden oder Nervenschädigung.

  • Ambulant: Ja.

  • Erholung: Gefühlsstörungen bessern sich über mehrere Wochen.

Arthrose & Verschleiß

Rhizarthrose

Bei der Rhizarthrose verschleißt der Gelenkknorpel an der Basis des Daumens. Typisch sind Schmerzen beim Greifen, Drehen oder Öffnen von Flaschen, Kraftminderung, Schwellungen und eine eingeschränkte Beweglichkeit. Zunächst helfen entzündungshemmende Maßnahmen, Schienen und Handtherapie; bei fortgeschrittener Arthrose lindern eine Prothese oder die Entfernung des Vieleckbeins die Beschwerden.

  • Operation nötig: Erst bei fortgeschrittener Arthrose ohne Erfolg konservativer Therapie.

  • Ambulant: Ja.

  • Erholung: Schienenphase, volle Belastbarkeit nach mehreren Wochen.

Heberden- und Bouchard-Arthrose

Fingergelenkverschleiß: Die Heberden-Arthrose betrifft die Endgelenke, die Bouchard-Arthrose die Mittelgelenke der Finger. Typisch sind Schmerzen bei Belastung und im Ruhezustand, Schwellungen, knotige Gelenkveränderungen und Nachlassen der Greifkraft. Zunächst kommen konservative Maßnahmen zum Einsatz; bei fortgeschrittener Arthrose helfen Versteifung oder Fingergelenkprothese.

  • Operation nötig: Nur bei fortgeschrittener Arthrose.

  • Ambulant: Ja.

  • Erholung: Schienenphase, Funktion verbessert sich über Wochen.

Sehnen- & Bindegewebserkrankungen

Ringbandstenose

Beim Schnappfinger ist die Beugesehne im Ringband eingeengt – der Finger bleibt schmerzhaft hängen und „schnappt“ beim Strecken ruckartig zurück. Typisch sind Schmerzen in der Hohlhand und ein tastbarer Knoten. Zunächst helfen Schonung oder Kortisoninjektion; bei anhaltenden Beschwerden wird das Ringband durch einen kleinen Eingriff gespalten.

  • Operation nötig: Nur bei anhaltenden Beschwerden nach konservativer Therapie.

  • Ambulant: Ja.

  • Erholung: Bewegung meist sofort wieder möglich.

Morbus Dupuytren

Bei Morbus Dupuytren verdickt und verhärtet sich das Bindegewebe der Handinnenfläche. Es entstehen Knoten und Stränge, die die Finger zunehmend in Beugestellung ziehen und die Handfunktion einschränken. Anfangs genügen Verlaufskontrollen; bei fortgeschrittenen Kontrakturen verbessern minimalinvasive oder operative Verfahren die Beweglichkeit.

  • Operation nötig: Erst bei fortschreitender Kontraktur, die die Funktion einschränkt.

  • Ambulant: Ja.

  • Erholung: Beweglichkeit meist rasch besser; Wundheilung über 1–2 Wochen.

Ganglion

Ein Ganglion ist eine gutartige, mit Gelenkflüssigkeit gefüllte Zyste an Gelenk oder Sehnenscheide. Sie erscheint als tastbare Schwellung und kann je nach Größe Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen verursachen – oft bleibt sie aber beschwerdefrei. Solange sie nicht stört, genügt Beobachtung; bei Schmerzen oder Einschränkungen wird sie operativ entfernt.

  • Operation nötig: Nur bei Schmerzen oder Einschränkung von Funktion/Ästhetik.

  • Ambulant: Ja.

  • Erholung: Meist wenige Tage, je nach Lokalisation.

Bandverletzungen & Nerven

Skidaumen (ulnare Seitenbandruptur)

Beim Skidaumen ist das ulnare Seitenband am Daumengrundgelenk gerissen, meist durch Umknicken oder Überstrecken des Daumens. Typisch sind Schmerzen an der Daumeninnenseite, Schwellung und eine verminderte Greifkraft durch die Instabilität. Leichtere Risse werden mit einer Schiene ruhiggestellt; bei vollständigen Rissen oder anhaltender Instabilität wird das Band genäht oder rekonstruiert.

  • Operation nötig: Bei vollständigen Rissen oder anhaltender Instabilität.

  • Ambulant: Ja.

  • Erholung: Gipsschiene für einige Wochen, dann Aufbelastung.

Nervenrekonstruktion

Nervenverletzungen an Hand und Unterarm, etwa durch Schnittverletzungen, können zu Taubheitsgefühlen, Kribbeln, Schmerzen und einem Funktionsverlust führen. Ist ein durchtrennter Nerv nicht mehr direkt nähbar, stellt die Nervenrekonstruktion mit Nerventransplantaten oder Nervenersatzverfahren die Nervenverbindung wieder her – mit dem Ziel, Gefühl und Funktion der Hand zurückzugewinnen.

  • Operation nötig: Ja, bei durchtrenntem Nerv ohne direkte Nahtmöglichkeit.

  • Ambulant: Ja.

  • Erholung: Nervenwachstum dauert Wochen bis Monate.

Infektionen

Handinfektionen

Handinfektionen entstehen durch Verletzungen, kleine Wunden oder eingedrungene Keime. Typisch sind zunehmende Schmerzen, Schwellung, Rötung, Überwärmung, Bewegungseinschränkung und manchmal Eiter oder Fieber – etwa bei Nagelbettentzündung, Panaritium, Sehnenscheidenentzündung oder Handabszess. Der Handchirurg öffnet und reinigt den Infektionsherd und behandelt gegebenenfalls mit Antibiotika, um eine Ausbreitung zu verhindern.

  • Operation nötig: Häufig, bei Eiteransammlung oder Abszess.

  • Ambulant: Ja.

  • Erholung: Abhängig vom Schweregrad; nach Drainage meist rasch besser.

Frakturen

Radiusfraktur

Die distale Radiusfraktur ist einer der häufigsten Handgelenksbrüche und entsteht meist durch einen Sturz auf die ausgestreckte Hand. Typisch sind starke Schmerzen, Schwellung, eine sichtbare Fehlstellung und eingeschränkte Belastbarkeit. Stabile Brüche werden im Gips oder in der Orthese ruhiggestellt; bei Fehlstellung oder Instabilität erfolgt eine Operation mit winkelstabilen Platten.

  • Operation nötig: Bei Fehlstellung oder Instabilität; sonst Gips/Orthese.

  • Ambulant: Ja.

  • Erholung: Gipsschiene, frühfunktionelle Nachbehandlung über Wochen.

Kahnbeinfraktur

Die Kahnbeinfraktur ist einer der häufigsten Handwurzelbrüche und entsteht meist durch einen Sturz auf die ausgestreckte Hand. Typisch sind Schmerzen an der Daumenseite des Handgelenks, eingeschränkte Beweglichkeit und Schmerzen bei Belastung. Wegen der besonderen Blutversorgung ist eine frühzeitige Diagnostik wichtig; je nach Frakturtyp wird ruhiggestellt oder operativ mit einer Schraube stabilisiert.

  • Operation nötig: Bei instabilen Frakturen; sonst konservative Ruhigstellung.

  • Ambulant: Ja.

  • Erholung: Lange Gipsschienenzeit, da Heilung langsam; Monate möglich.

Boxerfraktur

Die Boxerfraktur ist ein Bruch des 5. Mittelhandknochens, meist durch einen Schlag mit der Faust. Typisch sind Schmerzen, Schwellung, eine Fehlstellung des kleinen Fingers und eine eingeschränkte Greiffunktion. Stabile Brüche werden ruhiggestellt; bei Fehlstellung oder Instabilität wird mit Drähten, Schrauben oder Platten operiert.

  • Operation nötig: Bei Fehlstellung oder Instabilität; sonst Ruhigstellung.

  • Ambulant: Ja.

  • Erholung: Gipsschiene, Belastungsaufbau über Wochen.

Finger- und Mittelhandfrakturen

Brüche der Mittelhand- und Fingerknochen zählen zu den häufigsten Handverletzungen und entstehen meist durch Stürze, Sport oder direkte Gewalteinwirkung. Typisch sind Schmerzen, Schwellung, Blutergüsse, Fehlstellungen und eine eingeschränkte Greiffunktion. Je nach Stabilität wird mit Schiene oder Gips ruhiggestellt oder mit Drähten, Schrauben bzw. Platten operativ stabilisiert – wichtig ist der Ausschluss von Rotationsfehlern.

  • Operation nötig: Bei Instabilität, Fehlstellung oder Rotationsfehlern.

  • Ambulant: Ja.

  • Erholung: Schienung, Aufbelastung nach Heilungsverlauf über Wochen.

Kinderhandchirurgie

Angeborene Fehlbildungen

In der Kinderhandchirurgie behandeln wir angeborene Fehlbildungen der Hand, etwa zusammengewachsene Finger (Syndaktylie) oder überzählige Finger (Polydaktylie). Je nach Ausprägung beeinträchtigen sie Greiffunktion und Wachstum. Eine individuell geplante Korrektur stellt meist eine gute Handfunktion wieder her und führt zu einem möglichst natürlichen Erscheinungsbild.

  • Operation nötig: Ja, zur Korrektur der Fehlbildung – je nach Befund.

  • Ambulant: In der Regel ja.

  • Erholung: Angepasst an Alter und Umfang; Wachstum wird berücksichtigt.